Film
Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor
Großbritannien, Israel 2026, 80 Min, Hebräisch und Englisch mit englischen Untertiteln
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Naza
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Nach No Other Land kehren Yuval Abraham und Rachel Szor, der israelische Teil des Regiekollektivs, mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück, der die Systeme, die Israel bei der massenhaften Tötung von Zivilist*innen im Gazastreifen einsetzte, enthüllt.
Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegführung in Gaza.
"Wir haben diesen Film aus dem Gefühl der Verpflichtung heraus gedreht, unsere Position als Israelis zu nutzen, um die Systeme hinter der Massenvernichtung palästinensischer Zivilist*innen zu untersuchen, für die unser Land verantwortlich ist. Während der Dreharbeiten in den letzten drei Jahren stellten wir uns genau die Fragen, die bereits die Generation unserer Großeltern und im gesamten 20. Jahrhundert gestellt wurden: Wie kann eine Gruppe von Menschen die vollständige Entmenschlichung einer anderen Gruppe zulassen? Wie sehen die inneren Abläufe eines solchen Systems aus?
Viele der Enthüllungen in dem Film wurden fast unmittelbar, nachdem wir davon erfahren hatten, in den Monaten nach den Angriffen vom 7. Oktober von The Guardian (einem der Produzenten von NAZA) in Zusammenarbeit mit den Berichterstattungspartnern +972 Magazine und Local Call veröffentlicht. Der Film ermöglicht es uns, etwas Tieferes zu ergründen, als wir es allein mit unserem investigativen Journalismus könnten: nicht nur die Worte, die gesagt werden, sondern auch jene, die nicht gesagt werden – das Schweigen. Es liegt an uns allen, dieses Schweigen zu brechen." Yuval Abraham, Rachel Szor
Der Film wurde bei den Filmfestispielen in Venedig uraufgeführt und mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.
Einer der wichtigsten Filme unserer Zeit. – New Yorker
'Naza' schafft es, mit reduzierten Mitteln eine Atmosphäre zu erzeugen, die gleichermaßen eindringlich wie respektvoll gegenüber den Opfern dieses Krieges ist. An einigen Stellen unterbrechen kurze Montagesequenzen die Interviews, über die Opfer des 7. Oktober, auch sie werden hier nicht vergessen. Und über den Holocaust. Die Dampflok aus Claude Lanzmanns Monumentaldoku „Shoah“, die in Richtung des Vernichtungslagers Treblinka rollt, ist zu sehen. Sie ist ebenfalls Teil der Dunkelheit, die über diesem Land liegt. – Süddeutsche Zeitung