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Film

Regie: Alexandre Koberidze

mit David Koberidze, Otar Nijaradze, Irina Chelidze, Giorgi Bochorishvili, Vakhtang Panchulidze

Deutschland, Georgien 2025, 186 Min, Georgisch mit englischen Untertiteln

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Tickets:

  • DF: Deutsche Fassung
  • OV: Originalfassung ohne Untertitel
  • OMU: Originalfassung mit deutschen Untertiteln
  • OMEU: Originalfassung mit englischen Untertiteln
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Dry Leaf

527056

OT: ხმელი ფოთოლი

Lisa, eine Sportfotografin, verschwindet in den grünen Weiden der georgischen Landschaft, Spuren ihrer Anwesenheit sind wie Hinweise in der Landschaft eingebettet. Ihr Vater, Irakli (David Koberidze, der Vater des Regisseurs), nimmt ihre Fährte auf, die sie in dem ockerfarbenen Laub und auf den Fußballfeldern hinterlassen hat, die sie für ihren letzten Auftrag dokumentiert hat. Seine Such- und Rettungsaktion widerspricht ihrem Wunsch, nicht verfolgt zu werden. Mit einer körperlosen Stimme auf seinem Beifahrersitz begibt er sich auf eine kurvenreiche, idyllische Reise, die von Gruppen von Jugendlichen, herumstreunernden Hunden und mündlichen Überlieferungen geprägt ist, denen er unterwegs begegnet. Irakli schwankt zwischen impressionistischen Träumereien und subversiver Detektivgeschichte, und seine Suche lädt uns ein, die alltäglichen Geschehnisse, aus denen sowohl das Kino als auch das Leben bestehen, mit neuen Augen zu sehen.

Der auf einer alten Sony Ericsson Handykamera geschossene Dry Leaf feierte seine Weltpremiere im Hauptwettbewerb des Locarno Film Festivals im August 2025, wo er eine Special Mention erhielt.

Der Film ist von einer so großartigen poetischen Schönheit und Freiheit, dass einem nur warm ums Herz werden kann –Bert Rebhandl, tip-Berlin

Stilistisch knüpft Koberidze an sein Low-Resolution-Debüt „Let the Summer Never Come Again" an: Auch diesmal erzeugt er mit extrem niedriger Auflösung eine poetische Verwaschung, eine Art digitalen Impressionismus, mit Bildern, die wirken wie aus einem Traum, der sich weigert, scharf zu stellen. Sonnenuntergänge, Ziegen, flatternde Äste – magisch und fragil. „Dry Leaf" ist eine Infragestellung des Sehens selbst, getragen von einer formalen Konsequenz, die bis zum herzzerreißenden Finale reicht. Ein Glücksfall. Ein Meisterwerk. Ein Muss. - Around the World in 14 Films

This is a pioneering use of old, ephemeral tech to invent new, eternal cinema, that is so persuasive of its own whimsical worldview that to emerge 186 minutes later is to feel slightly attacked by the garish, hi-def sharpness of reality, and to wonder where all the wonder has gone. - Variety