Film
Regie: Rosanne Pel
mit Jil Krammer, Susanne Wolff, Hildegard Schmahl, Amke Wegner, Carla Juri
Niederlande, Deutschland 2025, 108 Min, Deutsch und Englisch mit englischen Untertiteln
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Donkey Days
528152
Am Freitag 26.6. mit anschließendem Filmgespräch mit der Regisseurin.
Anna und Charlotte leben in konstantem Wettbewerb miteinander. So jedenfalls will es Mutter Ines, die mal die eine bevorzugt, und es die andere spüren lässt. Trotzdem kehren die ungleichen Schwestern – die eine queer und unangepasst, die andere eine vermeintlich toughe Erfolgsfrau – in das Haus ihrer Kindheit in Norddeutschland zurück. Alte Wunden brechen auf und gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht: Wessen Asche versteckt ihre Mutter? Was verbindet sie mit einer ungarischen Eselfarm? Auf der Suche nach Antworten finden die ungleichen Schwestern neues Vertrauen zueinander.
Eine schwarze Komödie der kleinen Fiesheiten, wie sie nur in der Familie zu finden sind. In ihrem zweiten Spielfilm geht Regisseurin Rosanne Pel mit raffiniertem Humor den oft problematischen Verhältnissen zwischen Müttern, Schwestern und Töchtern nach – und den gesellschaftlichen Rollenbildern, die dahinterstecken. Donkey Days ist ein moderner, betörend absurder Familienfilm voller Empathie für seine Figuren – grandios gespielt von den Hauptdarstellerinnen Jil Krammer, Susanne Wolff und Hildegard Schmahl.
Pechschwarz und unglaublich komisch: Selten ist eine Familienkrise psychologisch so präzise und unterhaltsam erzählt worden.
Rosanne Pel hat außerordentlich authentische Situationen geschaffen, die sie mit großer Präzision einfängt – und in denen sich viele im Publikum wiedererkennen werden. Denn alle kennen solche oder so ähnliche Momente. Und viele würden sich wünschen, auch mal so konsequent wie Anna und Charlotte zu handeln, wenn nervige Verwandtschaft vor der Tür steht. Darauf und auf dem wahren Emotionsfeuerwerk, das Anna und Charlotte plötzlich zünden können, basiert die große Komik des Films. - queer.de