Event

14.
06.

Regie: J.D. Fernández Molero
mit Marcelo Quino, Maritza Kategari, Ricardo Delgado
Peru, Spanien 2025, 132 Min, Spanisch, Quechua, Machiguenga mit deutschen oder englischen Untertiteln (tbc)

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PUNKU: J.D. Fernández Molero zu Gast

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Mit großer Freude blicken wir dem Besuch des peruanischen Regisseurs J.D. Fernández Molero entgegen, der sein jüngstes Werk vorstellen und diskutieren wird, das bei der diesjährigen Berlinale uraufgeführt wurde.

Punku (Quechua-Wort für Tor oder Portal) ist Moleros verstörende Bestandsaufnahme des Erwachsenwerdens im modernen Peru mit seiner Mischung aus spätkapitalistischer Wirtschaftsordnung und einer von traditionellen Werten und starren Geschlechterrollen geprägten Kultur. Die indigenen Jugendlichen verbreiten ihr Leben hier via TikTok; homöopathischen Wundermitteln vertraut man wie der modernen Medizin. Durchsetzt mit autobiografischen Elementen folgt der Film der ungewöhnliche Freundschaft zwischenzwei Außenseiter*innen, die ihren Ausgang nimmt, als Meshia, eine junge Machiguenga, den bewusstlosen, seit zwei Jahren vermissten Iván am Flussufer im peruanischen Urwald findet. Sie bringt ihn in ein Krankenhaus in der Stadt Quillabamba. Nach einer Augenoperation kehrt er zu seiner Familie zurück, wo auch Meshia unterkommt und Arbeit in einer Bar aufnimmt. Schon bald gerät sie jedoch zwischen Schönheitswettbewerb und aufgegeilten Männern auf undurchsichtiges Terrain, während Iván kein Wort mehr spricht. Sein eingeschränktes Sehvermögen gaukelt ihm eigenartige Bilder vor – auf handentwickeltem Super-8- und 16mm-Film atmosphärisch eindrucksvoll realisiert.

A chaotically ambitious mystery… the spirit of David Lynch lives on. – The New York Times