Event

22.
03.

13:00

Regie: Philipp Döring
Deutschland 2025, 245 Min, Deutsch mit englischen Untertiteln

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Palliativstation + Gespräch

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"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben", lautet ein Gedanke von Cicely Saunders, Begründerin der Palliative Care. In Philipp Dörings vierstündiger Institutionsbeobachtung flirrt er in einer Präsentation auf, während eine Pflegekraft einen neuen Mitarbeiter einweist. Sie befinden sich im Berliner Franziskus-Krankenhaus. Hier dokumentiert Döring einige Monate zwischen Frühjahr und Sommer, begleitet Ärzte in die Visite und bei Gesprächen mit Angehörigen, lauscht dem internen Austausch des Teams, in dem auch Missstände nicht verschwiegen werden. Ein geschützter, seinen eigenen Gesetzen folgender Raum entsteht. In ihm werden Dialoge über Lebenswege aufgegriffen und reflektiert, Fortschritte gefeiert und sich abzeichnende Abschiede betrauert. Dabei ist Palliativstation auch ein Film über Sprache: Zwischen medizinischem Fachjargon und Dialekt changierend, manchmal nur über technische Hilfsmittel herstellbar. Döring kommt dem Sterben nah, sehr nah, aber mit ihm auch dem Leben. Sein Film hat Gewicht und beeindruckt, und erdrückt doch unter keiner Schicksalslast. Schnell wird deutlich: Das Leben, es endet wirklich erst mit dem letzten Herzschlag. (Berlinale Forum)

Ausgezeichnet mit dem Heiner Carow-Preis der Berlinale, dem 3sat-Dokumentarfilmpreis der Duisburger Filmwoche und dem doKKa-Förderpreis der Stadt Karlsruhe.

Wir freuen uns sehr, Regisseur Philipp Döring zu einem Gespräch im Anschluss an die Vorführung zu begrüßen.

Ein berührender Film, der, ohne exhibitionistisch zu sein, von der Arbeit mit und den Schicksalen von schwerkranken Menschen erzählt. – rbb Kultur

'Palliativstation' berührt, weil er auf so ehrliche, ungeschützte Weise Essenzielles zeigt. Zweifellos löst der Film nicht nur angenehme Gefühle aus, aber ihre Intensität steht für eine tiefe Erfahrung. Und nicht zuletzt ist Dörings Dokumentation ein ungeheuer wichtiger Film gerade in diesen Zeiten, in denen mancherorts die 'Effizienz' von medizinischer Versorgung für Alte und Todkranke angezweifelt wird. – Barbara Schweizerhof, taz