Event

11.
07.

Regie: Anna Dubosc und Gustavo de Mattos Jahn
Frankreich 2026, 61 Min, Französisch und Portugiesisch mit englischen Untertiteln

Hors Champ, les ombres: Gustavo de Mattos Jahn und Anna Dubosc zu Gast

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Wir freuen uns, Gustavo de Mattos Jahn und Anna Dubosc mit ihrem Film im Wolf zu begrüßen, der beim Filmfestival FID Marseille 2025 uraufgeführt und mit dem renommierten "Prix Georges de Beauregard National" ausgezeichnet wurde.

Eine Zugreise durch Italien – langsam, sanft, sommerlich. Von Mailand nach Venedig, über Rom, Lecce und Bari. Im Rhythmus des Zuges lässt sich der Film an jedem Halt Zeit. Statischen Bilder verschwimmen mit flüchtigen Ausblicken durch die Fenster, ein Wechsel zwischen Wachen und Schlafen. Die Schriftstellerin Anna Dubosc und der Filmemacher Gustavo de Mattos Jahn haben sich als reisendes Paar auf das Abenteuer eingelassen, gemeinsam einen Film zu drehen. Es wird eine Reise durch die Distanz, die sie trotz des gemeinsamen Weges trennt. Zwischen den Worten, mit denen Anna arbeitet, und den Bildern, mit denen Gustavo umgeht, gibt es dieselben zerbrechlichen Brücken und tiefen Gräben, die zwischen zwei Menschen bestehen können – oder sogar zwischen zwei Momenten im Leben ein und derselben Person.
Von Annas Kunst übernimmt der Film die Gliederung in Gedichte oder Erzählungen, die ebenso gut Einträge in einem privaten Tagebuch oder Kapitel eines Romans sein könnten. Von Gustavo übernimmt er dessen liebevollen Umgang mit Annas Kunst – jene Lektion „à la Marguerite Duras“, die lehrt, dass Bilder uns oft daran hindern, den Text vollständig zu hören, und dass man ruhige, weiche, ja sogar verschwommene Bilder braucht, damit die Worte durchkommen können. Ab einem bestimmten Punkt beginnen wir, durch die Augen der Schriftstellerin zu sehen und die Stimme der Filmemacherin zu hören. Die Körnung des 16-mm-Films, vor der Anna zunächst zurückschreckte, passt letztlich zum Ton und zur sparsamen Ökonomie jenes Sommers – einer Jahreszeit, die aus bescheidenen Abendessen mit Wein, Brot und Sardinen besteht. Gustavo seinerseits fragt – unter Berufung auf Jane Sautière – nach einem schwer fassbaren "idealen Ort der subjektiven Kamera: dem Traum, in dem Filmemacher und Zuschauer zu ein und demselben Ort verschmelzen." (Manuel Asín)