Neues vom Wolf & Filmwoche 30.3. (für alle Filme und zum Buchen bitte oben links "Programm & Tickets" anklicken)

Frühlingsgrüße an euch alle - wir geniessen die Tage mit Kino & Kaffee & einem virtual reality Filmdreh mit unserem Gast Josephine Decker. Der Film wird ab 20. April im Studio ausgestellt und am Mittwoch 5. April könnt ihr Josephine noch einmal persönlich erleben, und zwar in Brigitta Wagners Road Movie ROSEHILL. 

Ab Donnerstag 30. März zeigen wir den schon lange heiss ersehnten Dokumentarfilm I AM NOT YOUR NEGRO von Raoul Peck und sind gespannt auf interessante Gespräche nach dem Film an der Bar. Dazu kommt ab Donnerstag noch eine poetische Liebesgeschichte von der Vulkaninsel TANNA.  Das gesamte Programm findet ihr hier.

Auf bald! 

Awooooo, die Wölfe

Wochenprogramm 30.3. bis 5.4. 
I AM NOT YOUR NEGRO OmU, 12h, 18:10h, 20:10h, 22:40h
TANNA OmU, 14:10h (außer Samstag 1.4), 18:20h, 20:30h (außer Mittwoch 5.4)
PATERSON OmU, 13:50h, 22:20h
NEO RAUCH OmenU, 12h, 16h
LITTLE MEN OmU, 16:20h


Sonderveranstaltungen
4. April, 20:00h Frau Wolf im Wolf: Lesung WALTER NOWAK BLEIBT LIEGEN. Berliner Premiere des neuen Romans von Julia Wolf. Die Veranstaltung findet im Studio Saal statt. 

5. April, OV 20:30h
ROSEHILL  plus Gespräch mit Filmemachern Brigitta Wagner und Josephine Decker - OV Mittwoch 5. April 20:30h.
Regie: Brigitta Wagner, US 2015, 78 Minuten. Englisch
Ein Film über Freundschaft und Erwachsenwerden, ein Road Movie mit zwei Frauen am Rande einer neuen Lebensphase.

Neu im Wolf

I AM NOT YOUR NEGRO
Regie: Raoul Peck. Nach einem Text von James Baldwin. Erzähler: Samuel L Jackson, Samy Deluxe. USA 2016, 93 Min. Englisch mit deutschen Untertiteln.

Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterließ er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel "Remember This House". Das Buch sollte eine persönliche Auseinander-setzung mit den Biografien dreier enger Freunden werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei großen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA. I AM NOT YOUR NEGRO schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte. 

In einer kühnen Erweiterung des literarischen Texts spannt der Film den Bogen bis in die Jetztzeit: zur noch heute gegenwärtigen weißen Polizeigewalt gegen Schwarze, den Rassenunruhen von Ferguson und Dallas und der Black-Lives-Matter-Bewegung. In einem hochpolitischen Prozess der Aneignung schreibt I AM NOT YOUR NEGRO damit die US-Geschichte aus einer bis heute unterdrückten Perspektive neu. Der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck ("Lumumba", 1992/2000; "Der Mann auf dem Quai", 1993; "Der junge Karl Marx", 2017) wurde für seinen mitreißenden Dokumentarfilm-Essay auf der diesjährigen Berlinale mit stehenden Ovationen gefeiert und mit dem Panorama-Publikums-Preis ausgezeichnet.

TANNA
Regie: Martin Butler, Bentley Dean. Mit: Kapan Cook, Mungau Dain, Charlie Kahla. Vanuatu 2016. 100 Min.  Nauvhal mit deutschen Untertiteln.

Eine poetische Liebesgeschichte entfaltet sich zwischen zwei jungen Menschen die in einem kleinen Stamm auf der noch kleineren Vulkaninsel Tanna stattfindet. Doch die beiden sind schon anderen versprochen um das Wohl des Stammes zu behüten. Was diesen Film so besonders macht ist das Privileg und die Geschichte, welche die Darsteller den Filmemachern geschenkt haben: der Stamm hat sich vor der Kolonialisierung und der Christianisierung bewahrt und beschützt seit jeher seine Bräuche. Die berührende Liebesgeschichte die hier geteilt wird und auf wahren Begebenheiten beruht, durchbrach Tannas Traditionen. Schaut hier vorbei um einen Einblick in die Hintergründe zu bekommen. 

Weiter im Wolf
Paterson ist ein leises Meisterwerk, das die sonstige laute Kinokonkurrenz stumm machen sollte vor Neid. FAZ
Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Maler seiner Generation. Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. 
Little Men Wie ein Nachmittag im Sommer: von flüchtiger Leichtigkeit und voller neuer Möglichkeiten. Slant Magazine

Bald im Wolf

ab 6. April TIGER GIRL (von Jakob Lass)
Vanilla, eifrig und konform, würde gerne Gutes tun und landet beim Sicherheitsdienst nachdem sie bei der Polizeiprüfung versagt hat. Sie prallt auf Tiger Girl: trickreich, unberechenbar, ohne Angst. Brave Bürger, gefährliche Gangster, marode Menschlichkeit. Nach LOVE STEAKS bringt Regisseur Jakob Lass ein kämpferisches Mädchen Duo auf die Leinwand, mit stilisierten Kampf-Choreographien und reisserischer Energie.

ab 13. April DAISIES (TAUSENDSCHÖNCHEN)
Regie: Vera Chytilová 

Nachdem wir TIGER GIRL von Jakob Lass gesehen haben, mussten wir sofort an einen unserer Favoriten DAISIES denken. Beide Filme haben einen ähnlich wilden Geist und eine unermüdliche Lust an Rebellion. Wenn du den einen magst, wird dir der andere wohl auch gut gefallen. Und welch besseren Grund gibt es, in die wunderbare Welt von Vera Chytilovás Klassiker von 1966 zu tauchen? Wir zeigen ihn hier im Wolf, eine ganze Woche lang!!
 
18. - 26. April
Lola und der Wolf
Wir zeigen die Lola nominierten Filme inklusive Filmgespräche mit den Filmemachern.
23. April
achtung Berlin - the new berlin film award -  wir feiern auch das was die Berliner Filmszene sonst noch auf dem Kasten hat, jenseits der großen Preise und offiziellen Förderprogramme.
 

Maia Santos