TOUCH ME NOT

Regie: Adina Pintille mit Laura Benson, Tómas Lemarquis, Christian Bayerlein • Land: Romanien/Deutschland/Tschechien/Bulgarien/Frankreich 2018 • 125 Min • Sprache: OmU englisch mit deutschen Untertiteln. FSK: 16 • ab 1. November 2018

Selten hat ein mit dem Goldenen Bären auf der Berlinale ausgezeichnetes Werk derart emotionale und kontroverse Reaktionen hervorgerufen. Radikal entblößt die rumänische Regisseurin Adina Pintilie die seelischen und körperlichen Tabus unserer vermeintlich sexuell befreiten Zeit und zeigt, wie man den anderen liebt, ohne sich selbst zu verlieren. ***

TOUCH ME NOT passt in die aufgeladenen Diskussionen unserer Zeit und setzt #MeToo aus anderer Perspektive fort: als zwingende, von innen kommende Suche nach einer Körperlichkeit jenseits der festgelegten und festlegenden Blicke. -DIE ZEIT

Inhaltlich mutiges Kino, das einen im besten Sinne berührt. - SPIEGEL ONLINE

Adina Pintilies Film TOUCH ME NOT ist nicht einfach ein Film. Es ist eine Erfahrung. Und eine so intime und so tiefgründige, dass man das Kino entweder frühzeitig verlässt, weil man die Macht dieser Intimität nicht ertragen kann, oder man bleibt bis zum Ende auf die Gefahr hin, dass man das Werk und die Fragen, die es sich stellt, noch lange mit sich herumtragen wird. TOUCH ME NOT ist ein Selbstfindungstrip. Als Film ist er aber auch ein mutiges, experimentelles Werk, das Themen, Menschen, Körper und Emotionen ins Kino bringt, die man sonst niemals sieht. - KINO ZEIT

Eine eindringliche, unter die Haut gehende Meisterleistung. Ein ungetrübter Blick auf die menschliche Sexualität, in dem die Grenze zwischen Fiktion und Realität durchlässig wird. Für Prüderie ist in dem aufklärerischen Film TOUCH ME NOT, in dem die Charaktere mit der Lust und der Qual und ihrem Verhältnis zu ihren nackten Körpern ringen, kein Platz. Dieses Debüt der jungen rumänischen Autorenfilmerin Adina Pintilie, die im Film auch als sie selbst auftritt, verblüfft durch Intelligenz, Selbstbewusstsein und Originalität. - THE HOLLYWOOD REPORTER

Trotz seiner Nacktheit und „kinky“ Sexualität ist dieser unklassifizierbare Film von einer geradezu kindlichen Unschuld beseelt. Nüchtern und radikal menschlich, rätselhaft und wunderbar direkt inszeniert und unbestreitbar real, ist TOUCH ME NOT eine kühne Abhandlung über die seltsame (und oft entfremdete) Beziehung von Menschen zu ihrem eigenem Körper. Pintilie geht ihr Thema mit der klinischen Distanz eines Wissenschaftlers und der Warmherzigkeit eines Heilers an – oft beides gleichzeitig, und konstatiert, dass viele von uns in unserer fleischlichen Rüstung gefangen sind, isoliert von unserem Selbst und von anderen, durch Scham, Traumata oder einer tragischen Kombination von beidem. - INDIEWIRE

Ein mutiges Experiment… TOUCH ME NOT dürfte bei all jenen einen Nerv treffen, die darum kämpfen, ihre eigene Identität zu verstehen und zu leben… doch experimentierfreudige Zuschauer aller Überzeugungen sollten dieser wohlmeinenden, rastlos neugierigen Feier weiblicher und diverser Sexualität unvoreingenommen begegnen. - SIGHT & SOUND

Mit formal wie politisch außergewöhnlichem Mut handelt der Film von Körper und Begehren. Sowohl inszenatorisch wie in ihrem performativen Zugang und ihrer dokumentarischen Methode geht Adina Pintilie Risiken ein und erschafft ein in keine Schublade passendes Filmkunstwerk, das eine radikale Herausforderung des binären Systems und des herrschenden Diskurses über Sexualität darstellt. TOUCH ME NOT nimmt uns mit zu einer tiefgreifenden Erfahrung. - GIONA A NAZZARO

Im besten Falle drückt der Film aus, dass wir glücklicher sind, wenn wir unseren Körper kennen und dass die Gesellschaft Intimität als etwas Schuldbesetztes, etwas Angstmachendes betrachtet. Und er bewegt auch als ein Film über die Bejahung des Körpers und seiner Bedürfnisse… In der heutigen HighSpeed-Social-Media-Welt, in der Intimität inmitten der Tinderisierung von Beziehungen verloren zu gehen droht und in der sich der Diskurs über Sexualität stetig verändert (zuletzt im Zuge der #MeTooBewegung), ist es schön zu sehen, wie sich Pintilies Film die Zeit nimmt, sich auf die grundlegenden, aber nicht weniger wichtigen menschlichen Eigenschaften unserer Beziehungen zu konzentrieren. - THE FILMSTAGE

Ein mutiger Film, ohne Sicherheitsnetz, beseelt von einem außergewöhnlichen Sinn für Unschuld und Reinheit. Beim Betrachten werfen wir einen Blick auf uns selbst. DMOVIES Ein Film, der einen berührt. Der einen auch umarmt, streichelt, mitreißt, ins Gesicht schlägt und vor Freude und Wut zum Schreien bringt. - MIHAI CHIRILOV – KÜNSTLERISCHER DIREKTOR DES TRANSILVANIA INTERNATIONAL FILMFESTIVAL

Eine anspruchsvolle, zum Nachdenken anregende, wichtige Erforschung von Intimität und der Idee des Selbst: der herausfordernde Film TOUCH ME NOT betritt Neuland und verwischt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. - CINEUROPA

  Source: IMDB