SILVANA

Regie: Olivia Kastebring, Mika Gustafson, Christina Tsiobanelis, mit Silvana Imam, Beatrice Eli, Schweden 2017. 95 Min. Schwedisch mit deutschen Untertiteln.

Silvana Imam ist eine der aufregendsten, radikalsten musikalischen Künstlerinnen aus Europa in dieser Generation. Imam zog von Litauen nach Schweden als sie noch sehr jung war. Ihre Karriere ist defniert durch ihre Lieder die ihr Leben als Immigrantin zelebrieren: ihr Vater ist Syrer, ihre Mutter Litauerin. Auch ihre anti-faschistische, politische Haltung und ihre Sexualität werden thematisiert. Imam nennt sich selbst eine „lesbische, feministische und anti-rassistische Punk Rapperin“ und rappt gerne und oft über die Inkonsistenz des liberalen demokratischen Schwedens: eine angeblich tolerante Gesellschaft hinter der sich Xenophobie versteckt, die durch die regelmäßigen Nazi-Attacken an Minderheiten manifestiert wird.

Der Film nimmt die ersten Jahre ihrer aufsteigenden Karriere unter die Lupe und zeigt mit Hilfe von Heimvideos und Interview-Material die Spuren von Imam aus dem Ghetto von Stockholm, und wie sie zu der Figur wurde, die unzählige Menschen ermutigt hat ihre eigene Identität und die der Anderen zu akzeptieren –ganz einfach durch die Kraft ihrer Lieder. Der Dokumentarflm stellt sie nicht nur als Heldin dar, sondern zeigt auch ihre Verletzlichkeit, voll von Selbstzweifel, während sie versucht ihr Leben zwischen privater und öfentlicher Persona zu balancieren. Silvana wird nicht nur denen gefallen, die Imam’s Musik mögen sondern allen denen, die sich für politischen Aktivismus interessieren und für die Rolle die Popkultur spielen kann, um eine ganze Generation zu inspirieren und mobilisieren.

Kristofer Woods

  Source: IMDB