ISLE OF DOGS

Regie: Wes Anderson, mit Bryan Cranston, Koyu Rankin, Edward Norton, Bill Murray, Jeff Goldblum, Kunichi Nomura, Greta Gerwig, USA/Deutschland 2017, 101 min, Englisch und Japanisch mit deutschen Untertiteln bzw. deutsche Synchronfassung , FSK 6, ab 17.5.

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Isle of Dogs ist vielleicht Wes Andersons dunkelster Film. In einem dystopischen Tokyo der Zukunft (Megasaki City) hat Bürgermeister Kobayashi alle Hunde aufgrund von Schnauzenfieber auf die Müllinsel Trash Island verwiesen. Die zerrupft aussehenden und hungrigen Hunde im Exil haben dort eigentlich kaum Überlebenschancen. Als der 12-jährige Neffe des Bürgermeisters ein Flugzeug stiehlt um sein ebenfalls verbanntes Haustier Spots auf Trash Island zu suchen und dort bruchlandet, wird die Gang um Straßenköter Chief widerwillig zu seinen Gefährten. Während sie zusammen über die Insel ziehen und Spots suchen, bricht in Megasaki ein politischer Machtkampf aus.

Kobayashi (mit Hauskatze an der Seite) fordert weiterhin strengste Verbannung, doch sein Opponent in den Wahlen, der Wissenschaftler Watanabe, meint, ein Heilmittel gegen das Schnauzenfieber gefunden zu haben.  So kämpfen Professor Watanabe, seine Assistentin Yoko Ono und die Redaktion einer Schülerzeitung um Austauschschülerin Tracy gegen die öffentliche Meinung und allgemeine Hundefeindlichkeit. 

Wes Andersons Filme sind für ihren Detail- und Ideenreichtum bekannt, aber Isle of Dogs übertrifft noch einmal alles. In minutiöser Kleinarbeit mit viel, viel Liebe zum Detail und für historische japanische Gemälde, Trommelrhytmen, Sagen und Pop-Kultur hat ein Team von Stop-Motion-Profis einen Animationsfilm geschaffen, für den man wirklich eine große Leinwand braucht, um auch nur annähernd alle seine Ideen zu entdecken.

– Marie Kloos

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