TONY CONRAD: COMPLETELY IN THE PRESENT

Regie: Tyler Hubby, USA 2017, 96 min, Englisch mit deutschen Untertiteln, FSK 12

Der Geist Tony Conrads verfolgt die amerikanische Avantgarde vielleicht so sehr wie kein anderer. Sein Einfluss auf Musik und Film ist so wichtig wie unbekannt. In seiner Dokumenta- tion Tony Conrad – Completely in the Present zeigt Tyler Hubby, welche Leitfigur Conrad in der Kunstszene im New York der 1960er Jahre darstellte. Neben der Produktion seiner eigenen radikalen Filme und Sound-Arbeiten kollaborierte und performte Conrad mit vielen anderen Vorkämpfern wie dem Filmemacher Jack Smith sowie mit Musikern und Komponisten wie La Monte Young oder John Cale.

The Theater of Eternal Music performing in 1965. From left, Toby Conrad, La Monte Young, Marian Zazeela and John Cale. Credit Fred W. McDarrah/Getty Images

The Theater of Eternal Music performing in 1965. From left, Toby Conrad, La Monte Young, Marian Zazeela and John Cale. Credit Fred W. McDarrah/Getty Images

Conrad stand stets an der Spitze der künstlerischen Entwicklungen: Von Musik und Film über Performance und Installation hin zu neuen Technologien und Lehrpraktiken – nie hörte er auf, progressive und herausfordernde Arten des Schaffens und des Wahrnehmens der Welt zu entwickeln, die sich gegen die Institutionali- sierung von Kultur wehrten.

Toby Conrad in the documentary “Completely in the Present,” directed by Tyler Hubby. Credit via Tyler Hubby

Toby Conrad in the documentary “Completely in the Present,” directed by Tyler Hubby. Credit via Tyler Hubby

Mit Hilfe von Archivmaterial, Interviews mit Kollaborateuren und privatem Filmmaterial von Tony Conrad selbst entwirft der Film das kaleidoskopische Portrait eines Künstlers und Lehrenden, welcher konstant erneuerte, unersättlich neugierig war und den Glauben an die Relevanz von Bildung sowie an die Macht einer neuen und radikalen Wahrnehmung der Welt stets aufrechterhielt

- Kris Woods

Source: IMDB

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