NOVEMBER

Regie: Estland/Niederlande/Polen • mit Estland/Niederlande/Polen • Land: Japan 2017 • 115 Min • Sprache: OmU mit deutschen Untertiteln. FSK: 16 • ab 29. November 2018

Herbst in einem Dorf in Estland. Werwölfe, Geister und die Pest treiben ihr Unwesen, während die Bauern versuchen, den Winter zu überleben. Und dafür ist jedes Mittel recht! Es wird gestohlen, betrogen, die Menschen verkaufen ihre Seelen. In dieser sonderbaren Welt treffen sich zwei junge Menschen und erleben einen November voll seltsamer Ereignisse. Regisseur Rainer Sarnet hat dieses dunkle Erwachsenen-Märchen, frei nach Andrus Kivirähks Erfolgsroman „Rehepapp“, in kontrastreichem Schwarzweiß inszeniert.

„Ein Kultfilm von morgen.“ (goEast)

„Phantastisch, wunderschön und ergreifend.“ (The Hollywood Reporter)

Drop-Out Cinema

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UNDER THE SILVER LAKE

Regie: David Robert Mitchell • mit Andrew Garfield, Riley Keough, Grace Van Patten, Topher Grace • Land: US 2018 • 139 Min • Sprache: OmU englisch mit deutschen Untertiteln. FSK: 16 • ab 6. Decemeber 2018

Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.

Weltkino

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CLIMAX

Regie: Gasper Noé • mit Sofia Boutella, Romain Guillermic, Souheila Yacoub • Land: Frankreich/Belgien/US 2018 • 95 Min • Sprache: OmU französisch und english mit deutschen Untertiteln. FSK: 18 • ab 6. Decemeber 2018

Eine Tanzgruppe quartiert sich für Proben in einem abgelegenen Übungszentrum ein. Bei der Abschlussparty mischt ein Unbekannter Drogen in die Sangría und verursacht damit einen kollektiven Höllentrip. Aus Angst wird Paranoia, aus unterschwelliger Aggression offene Gewalt, aus Zuneigung unkontrollierte Begierde. Die energetische Choreographie löst sich in Chaos auf, die Tänzer taumeln, stolpern und tanzen weiter in höchster Ekstase bis zum Morgengrauen als die Polizei eintrifft und das ganze Ausmaß entdeckt.

Ein atemlos faszinierender Rausch von einem elektrisierenden Soundtrack getrieben bis zur Bewusstlosigkeit, gefilmt in kürzester Zeit mit professionellen Tänzern (u.a. mit der legendären Breakdancerin Sofia Boutella). Mit CLIMAX läuft Gaspar Noé zu neuer Höchstform auf und gewann damit die Quinzaine des Réalisateurs beim diesjährigen Festival in Cannes.

Alamode Film

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TOUCH ME NOT

Regie: Adina Pintille mit Laura Benson, Tómas Lemarquis, Christian Bayerlein • Land: Romanien/Deutschland/Tschechien/Bulgarien/Frankreich 2018 • 125 Min • Sprache: OmU englisch mit deutschen Untertiteln. FSK: 16 • ab 1. November 2018

Selten hat ein mit dem Goldenen Bären auf der Berlinale ausgezeichnetes Werk derart emotionale und kontroverse Reaktionen hervorgerufen. Radikal entblößt die rumänische Regisseurin Adina Pintilie die seelischen und körperlichen Tabus unserer vermeintlich sexuell befreiten Zeit und zeigt, wie man den anderen liebt, ohne sich selbst zu verlieren. ***

TOUCH ME NOT passt in die aufgeladenen Diskussionen unserer Zeit und setzt #MeToo aus anderer Perspektive fort: als zwingende, von innen kommende Suche nach einer Körperlichkeit jenseits der festgelegten und festlegenden Blicke. -DIE ZEIT

Inhaltlich mutiges Kino, das einen im besten Sinne berührt. - SPIEGEL ONLINE

Adina Pintilies Film TOUCH ME NOT ist nicht einfach ein Film. Es ist eine Erfahrung. Und eine so intime und so tiefgründige, dass man das Kino entweder frühzeitig verlässt, weil man die Macht dieser Intimität nicht ertragen kann, oder man bleibt bis zum Ende auf die Gefahr hin, dass man das Werk und die Fragen, die es sich stellt, noch lange mit sich herumtragen wird. TOUCH ME NOT ist ein Selbstfindungstrip. Als Film ist er aber auch ein mutiges, experimentelles Werk, das Themen, Menschen, Körper und Emotionen ins Kino bringt, die man sonst niemals sieht. - KINO ZEIT

Eine eindringliche, unter die Haut gehende Meisterleistung. Ein ungetrübter Blick auf die menschliche Sexualität, in dem die Grenze zwischen Fiktion und Realität durchlässig wird. Für Prüderie ist in dem aufklärerischen Film TOUCH ME NOT, in dem die Charaktere mit der Lust und der Qual und ihrem Verhältnis zu ihren nackten Körpern ringen, kein Platz. Dieses Debüt der jungen rumänischen Autorenfilmerin Adina Pintilie, die im Film auch als sie selbst auftritt, verblüfft durch Intelligenz, Selbstbewusstsein und Originalität. - THE HOLLYWOOD REPORTER

Trotz seiner Nacktheit und „kinky“ Sexualität ist dieser unklassifizierbare Film von einer geradezu kindlichen Unschuld beseelt. Nüchtern und radikal menschlich, rätselhaft und wunderbar direkt inszeniert und unbestreitbar real, ist TOUCH ME NOT eine kühne Abhandlung über die seltsame (und oft entfremdete) Beziehung von Menschen zu ihrem eigenem Körper. Pintilie geht ihr Thema mit der klinischen Distanz eines Wissenschaftlers und der Warmherzigkeit eines Heilers an – oft beides gleichzeitig, und konstatiert, dass viele von uns in unserer fleischlichen Rüstung gefangen sind, isoliert von unserem Selbst und von anderen, durch Scham, Traumata oder einer tragischen Kombination von beidem. - INDIEWIRE

Ein mutiges Experiment… TOUCH ME NOT dürfte bei all jenen einen Nerv treffen, die darum kämpfen, ihre eigene Identität zu verstehen und zu leben… doch experimentierfreudige Zuschauer aller Überzeugungen sollten dieser wohlmeinenden, rastlos neugierigen Feier weiblicher und diverser Sexualität unvoreingenommen begegnen. - SIGHT & SOUND

Mit formal wie politisch außergewöhnlichem Mut handelt der Film von Körper und Begehren. Sowohl inszenatorisch wie in ihrem performativen Zugang und ihrer dokumentarischen Methode geht Adina Pintilie Risiken ein und erschafft ein in keine Schublade passendes Filmkunstwerk, das eine radikale Herausforderung des binären Systems und des herrschenden Diskurses über Sexualität darstellt. TOUCH ME NOT nimmt uns mit zu einer tiefgreifenden Erfahrung. - GIONA A NAZZARO

Im besten Falle drückt der Film aus, dass wir glücklicher sind, wenn wir unseren Körper kennen und dass die Gesellschaft Intimität als etwas Schuldbesetztes, etwas Angstmachendes betrachtet. Und er bewegt auch als ein Film über die Bejahung des Körpers und seiner Bedürfnisse… In der heutigen HighSpeed-Social-Media-Welt, in der Intimität inmitten der Tinderisierung von Beziehungen verloren zu gehen droht und in der sich der Diskurs über Sexualität stetig verändert (zuletzt im Zuge der #MeTooBewegung), ist es schön zu sehen, wie sich Pintilies Film die Zeit nimmt, sich auf die grundlegenden, aber nicht weniger wichtigen menschlichen Eigenschaften unserer Beziehungen zu konzentrieren. - THE FILMSTAGE

Ein mutiger Film, ohne Sicherheitsnetz, beseelt von einem außergewöhnlichen Sinn für Unschuld und Reinheit. Beim Betrachten werfen wir einen Blick auf uns selbst. DMOVIES Ein Film, der einen berührt. Der einen auch umarmt, streichelt, mitreißt, ins Gesicht schlägt und vor Freude und Wut zum Schreien bringt. - MIHAI CHIRILOV – KÜNSTLERISCHER DIREKTOR DES TRANSILVANIA INTERNATIONAL FILMFESTIVAL

Eine anspruchsvolle, zum Nachdenken anregende, wichtige Erforschung von Intimität und der Idee des Selbst: der herausfordernde Film TOUCH ME NOT betritt Neuland und verwischt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. - CINEUROPA

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AN ELEPHANT SITTING STILL

Regie: Hu Bo • Land: China 2018 • 230 Min • Sprache: OmU ma mit deutschen Untertiteln. FSK: nb • ab 15. November 2018

In der nordchinesischen Stadt Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur dasitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Da ist der Schüler Bu, der auf der Flucht ist, nachdem er den Schulhofschläger Shuai die Treppe hinuntergestoßen hat. Dann Bus Mitschülerin Ling, die mit ihrer Mutter bricht und sich von ihrem Lehrer umgarnen lässt, und Shuais älterer Bruder Cheng, der sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich fühlt. Schließlich, neben vielen anderen Figuren, deren Schicksale untrennbar verknüpft sind, Herr Wang, ein rüstiger Pensionär, dessen Sohn ihn in ein Heim verfrachten will. In virtuosen Bildkompositionen erzählt der Film einen einzigen spannungsgeladenen Tag vom Morgengrauen bis zum Abend, wenn endlich der Zug nach Manzhouli abfahren soll.

Hu Bo, der in China bereits mit seinen Romanen Aufsehen erregte, gibt mit diesem vierstündigen Porträt einer Gesellschaft von Egoisten sein elektrisierendes Regiedebüt. Tragischerweise ist es zugleich sein Testament. Am 12. Oktober 2017 hat sich der 29 Jahre junge Künstler das Leben genommen

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DIE ANDERE SEITE VON ALLEM

Regie: Mila Turajlic • Land: Serbien/Frankreich/Katar 2018 • 100 Min • Sprache: OmU serbisch mit deutschen Untertiteln. FSK: nb • ab 15. November 2018

„Wenn ich tatsächlich eine Freiheitskämpferin bin, ist die Freiheit, die ich gewonnen habe, gleichzeitig das größtes Scheitern meines Lebens." - Srbijanka Turajlić

Eine Familie wird nach dem 2.Weltkrieg von Titos Kommunisten enteignet und ihre Wohnung in Belgrad aufgeteilt. Die Tür, die 70 Jahre verschlossen blieb, bildet den Ausgangspunkt einer familiären, politischen und historischen Chronik. Es handelt sich um die Familie der Regisseurin, verkörpert von ihrer charismatischen Mutter Srbijanka Turajlić, einer ehemaligen Mathematik-Professorin und wichtigen Figur des Widerstands gegen das Milosević Regime in den 1990er-Jahren. Während sich die Familie immer wieder auf ihr jugoslawisches Erbe zurückbesinnt, rufen Volkszählungen ethnische Zugehörigkeiten auf den Plan. Wenn die Freund*innen heute zum Abendessen kommen, klingeln sie immer noch dreimal – wie in alten

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