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filmPOLSKA zu Gast


filmPOLSKA geht in die 13. Runde und wir freuen uns sehr, das Festival wieder im Wolf zu begrüßen!

 ZUD

ZUD

Zud

Do 26.4. bis Mi 2.5., jeweils 19:00 Uhr Wolf

PL/DE 2016
R: Marta Minorowicz
B Marta Minorowicz, Kenneth McBride
K: Paweł Chorzępa
M: Beata Walentowska
D: Batsaikhan Budee, Sukhbat Batsaikhan, Bayasgalan Batsaik, Bayajikh Batsaikhan, Baljinnayam Nyam-ochir 

Zusammen mit seiner Familie lebt der 11jährige Sukhbat als Nomade in der mongolischen Steppe. Sein Vater Batsaikhan kümmert sich um die Tiere, die den Lebensunterhalt der Familie sichern. Sukhbat geht in der nahegelegenen Stadt zur Schule, in seiner Freizeit hilft er seinen Eltern bei der Arbeit oder spielt mit seinem besten Freund Baljaa. 

Das Leben ist hart und die immer häufigeren extremen Winter machen es immer schwerer, ein Einkommen zu sichern. Viele Tiere sterben und die Familie steht vor dem Ruin. Batsaikhan bleibt keine Wahl, er muss eine neue Geldquelle finden. Der Sieg in einem der lokalen Pferderennen würde der Familie Ruhm und Reichtum einbringen. Er fängt ein Wildpferd, das der Sohn zähmen wird. Er bereitet Sukhbat auf das Rennen vor und bald ruhen alle Hoffnungen auf eine bessere Zukunft auf dem Erfolg des Jungen. Sukhbat muss für diese Verantwortung die Unschuld seiner Kindheit opfern. 

ZUD ist zugleich persönlich und episch. Die intensive Beziehung zwischen Vater, Sohn und Wildpferd zeigt, wie die Natur die Menschen überwältigt und beeinflusst. Die Konfrontation mit der Macht der Steppe übersteht niemand unbeschadet. 

 

 Playground

Playground

Plac zabaw / Playground
*nominiert für den Wettbewerb

Do 26.04. 19:00 Uhr Wolf

PL 2016
R/S: Bartosz M. Kowalski
82 min; OmeU
B: Bartosz M. Kowalski, Stanisław Warwas
K: Mateusz Skalski
M: Kristian Eidnes Andersen
D: Michalina Świstuń, Nicolas Przygoda, Przemysław Baliński u.a.

Eigentlich ist es ein schöner Tag. Das Wetter ist prima, der letzte Schultag vor den Sommerferien steht an. Und eigentlich sind es drei ganz normale Schüler (durchweg mit Schauspiel-Debütanten besetzt), die wir in sechs sich stückweise miteinander verflechtenden Episoden kennenlernen. Schüler, welche die Grundschule verlassen und Probleme haben, die selbst Erwachsenen zu schaffen machen würden.

Gabrysia ist kein Kind mehr, aber auch noch keine Frau. Sie will, was fast alle Mädchen wollen – gut aussehen, in der Klasse akzeptiert werden und vielleicht eine kleine Romanze erleben. Szymek wiederum kommt aus einfachen Verhältnissen und kümmert sich um seinen im Rollstuhl sitzenden Vater.. Und Czarek muss sich sein Jugendzimmer mit einem Kleinkind teilen. Eines haben sie alle gemeinsam: Ihr „Spielplatz“ ist nicht mehr der Sandkasten, sondern ihre Kleinstadt.

Kowalski lieferte mit seinem Debüt einen der kontroversesten Filmen des Jahres ab, der Zuschauer aus dem Kino vertrieb und gleichzeitig Ovationen erntete. Lose an reale Ereignisse anknüpfend, zeigt er wie mitten im Alltag das Böse entsteht, liefert aber keine Erklärungen oder Rechtfertigungen dafür. Die Frage nach den Ursachen bleibt allein beim Zuschauer – und wirkt schmerzhaft lange nach.

Bartosz M. Kowalski (geb. 1984) drehte die Dokumentarfilme „Moja wola“ (2012) und „Niepowstrzymani“ (2015), bevor er mit „Plac zabaw” als Spielfilmregisseur debütierte und zahlreiche Preise u. a. in Melbourne, London und Gdynia gewann.

 

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Turyści / Tourists

Fr 27.04 19:00 Uhr Wolf
Zu Gast: Marta Wójtowicz-Wcisło

PL 2017
R: Mateusz Romaszkan, Marta Wójtowicz-Wcisło
72 min, OmeU
B: Zuzanna Solakiewicz
S: Mateusz Romaszkan
M: Zamilska                            

Was? Sie sollen sich 72 Minuten zusammengeschnittener Amateur-Urlaubsvideos anschauen? Denken Sie jetzt auch an die endlosen Familienabende mit den verwackelten Aufnahmen ihres Onkels? Vergessen Sie das ganz schnell, denn „Turyści“ ist ein wahre Entdeckung, entfaltet einen enormen Sog und ist niemals langweilig!

Im Sucher der Touristen-Kameras mutiert alles zum Objekt millionenfacher Reproduktion: sich im Staub um Bonbons Prügelnde, geschlachtete Hunde, Paläste. Die schönsten Sehenswürdigkeiten, selbst diese „gutaussehenden Typen“, die sich partout nicht filmen lassen wollen - verwandelt in Terabytes! Wer angesichts des Leids Emphase zeigt, gerät bei seinen Mitreisenden schon mal unter Kommunismus-Verdacht.

„Travel broadens your mind.“, heißt es. Aber der tiefe Graben zwischen den reichen Urlaubern und den Gefilmten, die das Touristen-Geld so dringend brauchen, bleibt. „Pass auf die Kamera auf!“ - Selbst der Abstieg in den Hades zur Bezahl-Schau des Todes, die das Wesen unserer Existenz auf den Punkt bringt, vertieft diese Kluft nur. 

Dieser meisterhaft und mit lakonischem Humor montierte Film ist ein Spiegel unserer Gier nach dem Event, nach längst verloren gegangener Exotik. Originale Dialog- und Monolog-Fetzen verraten viel über Vorurteile und geheime Sehnsüchte. Die immer wieder wie aus dem Nichts auftauchende Musik von ZAMILSKA macht den Film zu einem rauschhaften Erlebnis.

 

 Heimat

Heimat

NEW POLISH SHORTS: #MADWORLD

Sa 28. 04. 16:00 Uhr (OmeU)
Gäste: Kordian Kądziela, Daria Woszek, Emi Buchwald

New Polish Shorts versammelt eine Auswahl der interessantesten polnischen Kurzfilme der letzten Jahren. Deren junge RegisseurInnen realisieren ihre Vision des Autorenkinos mit beeindruckender Konsequenz und in außergewöhnlicher Qualität.

Kurzfilme sind zu einem faszinierenden und sich dynamisch entwickelnden Bereich der zeitgenössischen Filmkunst geworden. Es ist ein Kino vielfältiger Genres, professionell und mit Leidenschaft geschaffen. Die Neuartigkeit und Besonderheit dieses Kinos wurde sowohl von den Juroren als auch vom Publikum zahlreicher internationaler Filmfestivals wie dem Rhode Island International Film Festival in Providence, dem Polnischen Spielfilmfestival in Gdynia, dem FebioFest in Bratislava, Festival Etiuda & Anima in Kraków, dem Filmfest Dresden oder den Internationalen Filmfestspielen von Cannes anerkannt.

Die Veranstaltung umfasst zwei Screenings, in denen ausgewählte Kurzfilme gezeigt werden. An den Vorführungen werden die FilmemacherInnen teilnehmen und im Anschluss über die Bedingungen des Autorenkinos sprechen sowie die Produktionsumstände der jeweiligen Filme näher bringen.

Kurator der Veranstaltung ist Piotr Zdybał (Kunsthistoriker, Kurator, Kunst- und Filmkritiker, Dozent an der AMA Filmakademie in Kraków)

Alle Filme werden mit englischen Untertiteln gezeigt. Die anschließenden Gespräche finden in englischer Sprache statt.

Heimat
R: Emi Buchwald 2017, 25 min

Hycel / The Dogcatcher
R: Daria Woszek, PL 2015, 32 min

Szczękościsk / Lockjaw 
R: Kordian Kądziela, PL 2016, 30 min

 

 Tower. A Bright Day.

Tower. A Bright Day.

Wieża. Jasny dzień. / Tower. A Bright Day.
*nominiert für den Wettbeweb

Sa 28.04.19:00 Uhr Wolf
Zu Gast: Dagna Kidoń

PL  2017
R/B: Jagoda Szelc
106 min, OmeU
K: Przemysław Brynkiewicz
S: Anna Garncarczyk
M: Teoniki Rożynek
D: Anna Krotoska, Małgorzata Szczerbowska, Anna Zubrzycki u.a.

Ein ländliches Idyll in den südpolnischen Hügeln, eine junge Familie hat die Renovierung ihres Hauses noch nicht beendet. Aber es ist genug Platz, um die ganze Familie zur Erstkommunion von Mulas Tochter Nina einzuladen. Auch Mulas Schwester Kaja kommt zum Fest – aber was folgt, ist das Gegenteil eines Familienidylls. Denn Kaja, vor sechs Jahren plötzlich verschwunden, bekommt zur Begrüßung erst einmal einen Verbotskatalog vorgelegt. Vor allen Dingen darf sie auf keinen Fall erwähnen, dass sie in Wirklichkeit Ninas Mutter ist. Damit beginnt ein Kammerspiel voller Verdächtigungen, unterdrückter Aggressionen, verschwiegener Wahrheiten und unerwarteter Wendungen.

Der Debütantin Jagoda Szelc gelingt mit ihrem Langfilm ein atmosphärisch unglaublich dichtes Kammerspiel, das sich immer wieder auf das Genre des Psychothrillers beruft und gleichzeitig durch frische Ideen bei Inszenierung, Schnitt und Ton überrascht. Das verrätselte Vexierspiel reizt unser  das Unterbewusstsein und erreicht dabei eine Intensität, die in den besten Momenten an die Werke David Lynchs erinnert.

 

NEW POLISH SHORTS: #HAPPYNEWFEARS

So 29.04. 16:00 Uhr (OmeU)
Gast: Aleksandra Terpińska

New Polish Shorts versammelt eine Auswahl der interessantesten polnischen Kurzfilme der letzten Jahren. Deren junge RegisseurInnen realisieren ihre Vision des Autorenkinos mit beeindruckender Konsequenz und in außergewöhnlicher Qualität.

Kurzfilme sind zu einem faszinierenden und sich dynamisch entwickelnden Bereich der zeitgenössischen Filmkunst geworden. Es ist ein Kino vielfältiger Genres, professionell und mit Leidenschaft geschaffen. Die Neuartigkeit und Besonderheit dieses Kinos wurde sowohl von den Juroren als auch vom Publikum zahlreicher internationaler Filmfestivals wie dem Rhode Island International Film Festival in Providence, dem Polnischen Spielfilmfestival in Gdynia, dem FebioFest in Bratislava, Festival Etiuda & Anima in Kraków, dem Filmfest Dresden oder den Internationalen Filmfestspielen von Cannes anerkannt.

Die Veranstaltung umfasst zwei Screenings, in denen ausgewählte Kurzfilme gezeigt werden. An den Vorführungen werden die FilmemacherInnen teilnehmen und im Anschluss über die Bedingungen des Autorenkinos sprechen sowie die Produktionsumstände der jeweiligen Filme näher bringen.
Kurator der Veranstaltung ist Piotr Zdybał (Kunsthistoriker, Kurator, Kunst- und Filmkritiker, Dozent an der AMA Filmakademie in Kraków)

Alle Filme werden mit englischen Untertiteln gezeigt. Die anschließenden Gespräche finden in englischer Sprache statt.

Magma
R: Paweł Maślona, PL 2013, 31 min

Koniec widzenia / Time to go 
R: Grzegorz Mołda, PL 2017, 15 min

Najpiękniejsze fajerwerki ever / The Best Fireworks Ever 
R: Aleksandra Terpińska, PL 2017, 28 min

 

 The Man with the Magic Box

The Man with the Magic Box

Człowiek z magicznym pudełkiem / The Man with the Magic Box
*nominiert für den Wettbewerb

So 29.04. 19:00 Uhr Wolf
Zu
Gast: Bodo Kox

PL  2017
R/B: Bodo Kox
103 min, OmU
K: Arkadiusz Tomiak, Dominik Danilczyk
S: Milenia Fiedler
M: Sandro Di Stefano
D: Olga Bołądź, Piotr Polak, Sebastian Stankiewicz

In seinem heiß erwarteten Zweitwerk entführt uns Bodo Kox in das Warschau einer nahen Zukunft. Ein allgegenwärtiges Regime, das natürlich nur das Beste für seine Untertanen will, schnüffelt bis in die verborgensten Ecken. Die Hauptstadt gleicht einer urbanen Dystopie – überall Müll und Ruinen. Gleichzeitig tobt ein Krieg. Doch es gibt einen Ausweg aus diesem Albtraum, und Adam hat ihn gefunden: er führt mittels eines alten Radios in die Vergangenheit.

Kox haucht dem totgeglaubten Genre der polnischen Science Fiction wieder Leben ein. Er mixt typische Motive wie Zeitreisen, künstliche Intelligenz und Zukunftsentwürfe mit einer originellen urbanen Romanze und einem Hauch Nostalgie. Mit einer vielschichtigen Story und diversen Anspielungen auf die Gegenwart ist dies vielleicht einer der politischsten Filme Polens der letzten Jahre.

Bodo Kox (geb. 1977) ist Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor und Journalist. Sein Spielfilm „Das Mädchen im Schrank“ erhielt den Preis für das beste Debüt beim Cottbuser Filmfestival 2013

 Photon

Photon

Photon
*nominiert für den Wettbewerb

Mo 30.04. 19:00 Uhr Wolf

PL  2017
R/B: Norman Leto
107 min, OmeU
K: Michał Marczak, Norman Leto
S: Norman Leto, Antoni Kowalczyk
M: Przemysław Książek
D: Andrzej Chyra, Danuta Banach, Stanisław Banach

Wer dachte, dass Terrence Malick bei „The Tree of Life” weit ausgeholt hätte, kennt Norman Leto noch nicht. Denn während der Amerikaner eine opulent inszenierte Geschichte des Universums nur als Hintergrund für eine Kleinstadtgeschiche benutzt, lässt Leto die Handlung weitgehend weg und nimmt uns stattdessen mit auf eine opulent bebilderte Reise von den Anfängen der Welt bis in ihre Zukunft.

Mit diesem Ansatz hätte er einen idealen Film für den Physikunterricht schaffen können – wenn denn die Stimme, die uns aus dem Off in die Geheimnisse beispielsweise der Quantenphysik einweiht, nicht vom belehrenden Ton immer wieder ins Episodisch-Anekdotische abdriften würde. Der Film ist ein mutiger Genre-Mix – in gespielten Szenen erklärt uns Andrzej Chyra als Forscher den aktuellen Wissensstand. Manche Phänomene werden mit Dokumentarszenen unterlegt, der größte Teil des Films besteht jedoch aus äußerst aufwändigen, sachlich exakten und zugleich ästhetisch wunderschönen animierten Sequenzen.

„Photon“ entführt uns in die Welt der Forschung und Experimente und ist dabei selbst ein gelungenes Experiment – ein Lehrfilm, der unterhält, optisch beeindruckt und zeigt, dass auch 2018 im Kino längst nicht alle Pfade ausgetreten sind.

Norman Leto (geb. 1980 als Łukasz Banach) arbeitet als Autodidakt in den Bereichen Malerei, Film und New Media. Nach seinem autobiografischen Spielfilm „Sailor“ (2010) erhielt er für „Photon“ u.a. den Nachwuchspreis „Paszport“ der Zeitschrift „Polityka“.

 

 Loving Vincent

Loving Vincent

Twój Vincent / Loving Vincent
*nominiert für den Wettbewerb

Di 01.05. 19:00 Uhr Wolf  (OmU)

PL/UK 2017
R: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
88 min, en. OmU
B: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, Jacek Dehnel
K: Tristan Oliver, Łukasz Żal
S: Justyna Wierszyńska, Dorota Kobiela
M: Clint Mansell
D: Douglas Booth, Jerome Flynn, Robert Gulaczyk u.a.

Seit einem Jahr ist der berühmte Maler Vincent van Gogh (Robert Gulaczyk) tot. Da erhält der junge Armand Roulin (Douglas Booth) von seinem Vater, dem Postmeister Joseph Roulin (Chris O’Dowd), unverhofft einen Auftrag. Er soll einen Brief van Goghs dessen Bruder Theo überbringen.

Zunächst nimmt Armand den Auftrag nur widerwillig an. Doch als er, am Ziel seiner Reise angekommen, erfährt, dass Theo ebenfalls tot ist, beschließt er, mehr über den exzentrischen Maler zu erfahren. Bald ist Armand völlig fasziniert von ihm. Als ihm der Verdacht kommt, dass van Goghs Tod am Ende gar kein Selbstmord war, begibt sich Armand auf die Suche nach der Wahrheit. Dazu befragt er Bekannte und Modelle des Malers, darunter seinen Farblieferanten Pere Tanguy (John Sessions), seinen Arzt Dr. Gachet (Jerome Flynn) und dessen Tochter Marguerite (Saoirse Ronan). 

Die bildgewaltige Kriminalgeschichte wurde als Spielfilm gedreht und anschließend – zu großen Teilen in Polen – Bild für Bild nach Vorlagen Vincent van Goghs gemalt. 

 

 Stille Nacht

Stille Nacht

Cicha noc / Silent Night / Stille Nacht
*nominiert für den Wettbewerb 

Mi. 02.05. 19:00 Uhr Wolf

PL  2017
R/B: Piotr Domalewski
97 min, OmU
K: Piotr Sobociński jr
S: Leszek Starzyński
M: Wacław Zimpel
D: Dawid Ogrodnik, Tomasz Ziętek, Agnieszka Suchora u.a.

Weihnachten steht vor der Tür – wieder mal eher verregnet als verschneit. Die in aller Welt verstreut lebenden und arbeitenden Polen kehren in ihre Heimat zurück. So auch Adam, der aus den Niederlanden zu seiner Familie in die polnische Provinz reist. Aber er will nicht nur Geschenke tauschen, sondern er hat einen Plan. Doch um diesen umzusetzen, muss er innerhalb des brüchigen Konstruktes namens Familie vorsichtig vorgehen, Allianzen schmieden, dunkle Punkte aus der Vergangenheit ausblenden und Gegenwind stoisch ertragen.

Die Handlung spielt fast ausschließlich in einer Nacht. Die Mischung aus klaustrophobischer Familienaufstellung und bitterer Gesellschaftsparabel ist eine aktualisierte, in den Winter verlegte Version von Smarzowskis „Eine Hochzeit und andere Kuriositäten“ – nur noch düsterer, ehrlicher, realistischer und schmerzhafter.

„Cicha noc“ zählt zu den erfolgreichsten Filmen des letzten Jahres. Erst gewann er beim Filmfestival in Gdynia den Hauptpreis und sechs Nebenpreise, dann räumte er bei den „Orły“ der Polnischen Filmakademie ganze zehn Auszeichnungen ab. Unter den zahlreichen Ehrungen ragen vor allem die für Dawid Ogrodnik in der Rolle des Adam heraus, der nach „In meinem Kopf ein Universum“ und „The Last Family“ erneut sein Ausnahmetalent unter Beweis stellt.

Piotr Domalewski (geb. 1983) studierte Schauspiel in Kraków. Nach vier Kurzspielfilmen gelang ihm mit „Cicha noc“ ein gefeiertes Langspiel-Debüt, das im In- und Ausland mit Kritiker- und Publikumspreisen ausgezeichnet wurde.

Earlier Event: April 24
Gerd Kroske zu Gast: SPK Komplex
Later Event: May 1
Baby Wolfgang präsentiert: Zud