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Female Gazes from Georgia – Contemporary Documentaries


  • Wolf 59 Weserstraße Berlin, Berlin, 12045 Germany (map)

Von Georgien hat Europa oftmals noch eher vage Vorstellungen, auch wenn das Land zunehmend präsent ist: Georgische Filme und Bücher, Georgien selbst als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018 oder als touristisches Ziel rücken es stärker in den Blick.

Am diesjährigen deutsch-georgischen Freundschaftsjahr beteiligt sich die Heinrich-Böll-Stiftung mit einer Dokumentarfilmreihe von Regisseurinnen aus Georgien. Der dokumentarische Fokus zeigt uns das südkaukasische Land am Rande Europas in klischeefreien Ausschnitten. Die Film- und Diskussionsreihe „Female Gazes from Georgia - Contemporary Documentaries” präsentiert Dokumentationen, die sich dem Alltag in Georgien mit einer eigenen Ästhetik und originellen journalistischen Recherchen erfolgreich nähern. Die Filme reflektieren den Wandel des kaukasischen Landes seit 1989, das auf der Suche nach einem eigenen Platz zwischen Ost und West sein Selbstbild möglichst modern verortet.

Die Filme touren im Herbst durch fünf verschiedene Städte: Berlin: Kino Arsenal und Wolf, Hamburg: Kino Metropolis, Leipzig: DOK Leipzig, Cottbus: Filmfestival Cottbus und Dresden: MOVE IT! Festival/ Kino Thalia. 

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung. Medienpartner: Zitty

THE DAZZLING LIGHT OF SUNSET

THE DAZZLING LIGHT OF SUNSET

26.10. 20 Uhr, in Anwesenheit der Regisseurin:

The Dazzling Light of Sunset, Salomé Jashi, Georgien/ Deutschland 2016, 74min, OmEU

(Main Prize in international competition for first feature films - Regard Neuf; Best Feature Film – FICValdivia, Chile, Best Central and Eastern European Film, Astra IFF, Best Central and Easter European Film and Best Debut Documentary, Jihlava IDFF)

In mehreren Geschichten rund um einen lokalen TV-Sender zeichnet der Film ein pseudo-ethnografisches Porträt einer kleinen Stadt. Ein Ort, in dem Rituale und Traditionen die Regeln des Alltags bestimmen und zugleich als ferne Reflektion die moderne Welt zunehmend ins Bewusstsein dringt. Wie kann man sich selbst am besten darstellen? Die Vielzahl der Charaktere, Orte und Ereignisse erschaffen ein Mosaik der Kleinstadt, ein Porträt der ganzen Nation, in der Schein mehr gilt als Inhalt. 

LISTEN TO THE SILENCE

LISTEN TO THE SILENCE

27.10. 20 Uhr:

Listen to the Silence, Mariam Chachia, Georgien 2016, 90min, OmEU

(Next Masters competition Award DOK Leipzig 2016)

In dem Dokumentarfilm Listen to the Silence geht es um eine Schule für gehörlose Kinder in Georgien, in der Aufwachsende wie der kleine Luka eine glückliche Kindheit verleben können. Der Neunjährige träumt davon, auf der Bühne zu stehen und zu tanzen als seine Möglichkeit, an der großen Welt teilzuhaben. Der Film zeigt uns Lukas versteckte Welt der Gehörlosen und verleiht seinem Traum eine Stimme.

MADONNA

MADONNA

28.10. 16 Uhr, in Anwesenheit von Nino Gogua:

The Library (Biblioteka), Ana Tsimintia, Georgien/Litauen 2014, 54min, OmEU

Der einzige Schauplatz des Films ist eine öffentliche Bibliothek in der georgischen Provinz, ein paradoxer Ort mit wenigen Lesern und vielen Bibliothekarinnen: Seit nunmehr 20 Jahren verbringen die 25 Frauen ihren „Arbeitstag“ in den leeren Räumen des Gebäudes mit Tratschen, Stricken, Schmökern und kleinen Streitigkeiten - bei geringem Lohn für eine Kleinstadt, die nicht liest. Und doch ist die Bibliothek, Überbleibsel sowjetischer Tristesse, ein Zufluchtsort für die einsamen Frauen.

Madonna, Nino Gogua, Georgien 2014, 58min, OmEU

Die 57 Jahre alte Madonna ist die einzige Busfahrerin in Georgien. Einst eine bekannte sowjetische Straßenbahnfahrerin, kämpft sie heute gegen die konventionellen Gesetze einer traditionellen Gesellschaft, die ihre Berufstätigkeit als „Männerjob“ wahrnimmt. Sie weigert sich mit dem Fahren aufzuhören und fordert ein, als Frau akzeptiert zu werden.

Earlier Event: October 25
Kanchi Wichmann zu Gast: Mixed Messages
Later Event: October 31
Baby Wolfgang präsentiert: Untitled