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Baby Wolfgang präsentiert: Zud

  • Wolf 59 Weserstraße Berlin, Berlin, 12045 Germany (map)

Kinoprogramm für alle Mütter und Väter mit Babys, die trotz der Kleinen nicht auf das Kinoerlebnis verzichten möchten. 

Jeden Dienstag um 10:30 Uhr zeigt Baby Wolfgang aktuelle Kinofilme für Eltern und ihre Babys – Stillen und Schlafen ausdrücklich erwünscht! Dank reduzierter Lautstärke und gedimmter Beleuchtung sollen sich Eure Babys wohlfühlen. Abstellmöglichkeiten für Eure Kinderwägen sowie ein Wickeltisch sind vorhanden und nach der Vorstellung könnt Ihr Euch noch gemütlich ein Getränk in unserem schönen Café gönnen. Und sollte das eine oder andere Baby doch einmal unglücklich sein und während der Vorstellung schreien, haben die anderen Eltern dafür sicherlich Verständnis. 


ZUD

Regie: Marta Minorowicz, mit Batsaikhan Budee, Sukhbat Batsaikhan, Bayasgalan
Batsaik, Polen/Deutschland 2016, 85 min, Mongolisch mit deutschen Untertiteln, kein FSK, ab 26.4.

In der mongolischen Steppe, in der der 11-jährige Sukhbat mit seinen Eltern und einer Herde von Ziegen und Schafen lebt, herrscht ein raues Klima. Der Übergang vom Winter zum Frühling bringt Gefahren für die Tiere mit sich, Wind und Kälte wüten über die karge Landschaft und fordern Opfer unter den Neugeborenen. Zud oder Dsud nennen die Nomaden diese gefährlichen Winter.

Für Sukhbats Familie bedeutet es, dass sie das Schulgeld für ihren Sohn nicht mehr zahlen können und so versuchen Sukhbat und sein Vater, ein Wildpferd zu zähmen und hoffen auf ein Preisgeld im regionalen Pferderennen. Ein Unterfangen, das nicht sehr vielversprechend ist.

Mit viel Gespür und Hingabe für die Beziehung zwischen Vater und Sohn beobachtet Marta Minorowiczs Spielfilm das Leben in der windigen Steppe, das nicht nur von Schönheit, sondern auch von ständiger Auseinandersetzung mit dem Tod geprägt ist. Dabei bleibt sie nah dran an ihren Charakteren, zu denen neben der Familie auch durchaus die Natur selbst gehört.

Ein magischer Film, stimmungsvoll und feinfühlig gegenüber seinen Protagonisten und weit weg von zelebrierenden Bilder einer „fremden Kultur“, die so oft so verführerisch erscheinen.

Earlier Event: April 26
filmPOLSKA zu Gast