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Baby Wolfgang präsentiert: Transit

  • Wolf 59 Weserstraße Berlin, Berlin, 12045 Germany (map)

Kinoprogramm für alle Mütter und Väter mit Babys, die trotz der Kleinen nicht auf das Kinoerlebnis verzichten möchten. 

Jeden Dienstag um 10:30 Uhr zeigt Baby Wolfgang aktuelle Kinofilme für Eltern und ihre Babys – Stillen und Schlafen ausdrücklich erwünscht! Dank reduzierter Lautstärke und gedimmter Beleuchtung sollen sich Eure Babys wohlfühlen. Abstellmöglichkeiten für Eure Kinderwägen sowie ein Wickeltisch sind vorhanden und nach der Vorstellung könnt Ihr Euch noch gemütlich ein Getränk in unserem schönen Café gönnen. Und sollte das eine oder andere Baby doch einmal unglücklich sein und während der Vorstellung schreien, haben die anderen Eltern dafür sicherlich Verständnis. 


Transit

Regie: Christian Petzold, mit Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman, Deutschland/Frankreich 2018, 102 min, Deutsch und Französisch mit deutschen Untertiteln, FSK 12, ab 21.6. 

Marseille liegt am Meer, und in Hafenstädten werden Geschichten erzählt, heißt es in Christian Petzolds Transit, der dieses Jahr auf der Berlinale Premiere feierte. Doch es sind keine Geschichten von Seereisen und fernen Ländern, sondern von Flucht und Vertreibung, von Verzweiflung und Hoffnung. Die Menschen erzählen sie sich in den Konsulaten, wo sie auf Visa und Schiffspassagen warten, während die faschistischen Besatzer immer näher rücken und von Säuberungen die Rede ist. Wer so glücklich ist, zu entkommen, lässt oftmals geliebte Menschen in der Ungewissheit zurück. Einer von ihnen ist der Deutsche Georg (Franz Rogowski). Zufällig ist er an die Aktentasche des Schriftstellers Weidel gelangt; mit dessen Identität könnte er nach Mexiko fliehen. Doch dann begegnet er Marie (Paula Beer), die rastlos nach ihrem Mann sucht, ohne den sie Frankreich nicht verlassen will. Die Romanvorlage von Anna Seghers spielt während des Zweiten Weltkriegs. Petzold hat glücklicherweise keinen Kostümfilm daraus gemacht. Er setzt die Geschichte in ein undefiniertes Jahr und macht sie damit zeitlos. Ein Erzähler, der sich erst am Ende offenbart, spricht aus dem Off Romansätze zu den Filmbildern; sie wirken nicht mal dann störend, wenn sie dem widersprechen, was wir sehen.  Marcella Melien