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Baby Wolfgang präsentiert: Licht

  • Wolf 59 Weserstraße Berlin, Berlin, 12045 Germany (map)

Kinoprogramm für alle Mütter und Väter mit Babys, die trotz der Kleinen nicht auf das Kinoerlebnis verzichten möchten. 

Jeden Dienstag um 10:30 Uhr zeigt Baby Wolfgang aktuelle Kinofilme für Eltern und ihre Babys – Stillen und Schlafen ausdrücklich erwünscht! Dank reduzierter Lautstärke und gedimmter Beleuchtung sollen sich Eure Babys wohlfühlen. Abstellmöglichkeiten für Eure Kinderwägen sowie ein Wickeltisch sind vorhanden und nach der Vorstellung könnt Ihr Euch noch gemütlich ein Getränk in unserem schönen Café gönnen. Und sollte das eine oder andere Baby doch einmal unglücklich sein und während der Vorstellung schreien, haben die anderen Eltern dafür sicherlich Verständnis. 


Regie: Barbara Albert, mit Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner, Österreich/Deutschland 2017, 97 min, Deutsch mit englischen Untertiteln, FSK 6, ab 8.2.

Oft als der „beste aller schlechten Filme, die jemals gemacht wurden“ bezeichnet, hat Tommy Wisseaus The Room inzwischen eine große und treue Fangemeinde gewonnen und ist seit seinem Erscheinen 2003 zu einer Art Kultklassiker geworden. Die in seinen weltweiten Spätvorstellungen an den Tag gelegte Publikumsbeteiligung– die sich sonst bei Filmen wie The Rocky Horror Picture Show zeigt – entkräftet seine vermeintlich minderwertige Qualität und seine bescheidenen Anfänge.

Barbara Alberts Licht ist nicht nur ein biografischer Film über eine weitgehend ignorierte Figur des kulturellen Lebens oder ein einfacher Kostümfilm. Er ist auch eine Untersuchung dessen, wie man wahrnimmt und wahrgenommen wird, wie man als Frau in einer streng patriarchischen Gesellschaft bestehen kann und wie Begehren und Anpassung miteinander in Konflikt stehen können.

Maria Theresia von Paradis war eine Zeitgenossin der Komponisten und Musiker Hayden, Mozart und Salieri, ist aber heute in der klassischen Musik völlig in Vergessenheit geraten. Ende des 18. Jahrhunderts wurde von Paradis, die von ihrem 5. Lebensjahr an blind war, als musikalisches Wunderkind zu einer führenden Persönlichkeit der Wiener Gesellschaft. Der Film folgt der jungen und talentierten Klavierspielerin von Ende 1776 bis Mitte 1777, eine Zeit, in der ihre Eltern sie dazu bewegten, sich einer Therapie zu unterziehen. Unter der Behandlung von Franz Mesmer, ein Pionier fortschrittlicher Medizin und Vater der modernen Hypnose, gewinnt sie nach und nach ihr Sehvermögen zurück. Dieser Gewinn hat jedoch seinen Preis: mit zunehmender Augenkraft verliert sie ihre musikalische Begabung. Licht und die Geschichte von Maria von Paradis, wie alle guten Historienfilme, nutzt die Vergangenheit um wichtige Aspekte der Gegenwart zu beleuchten.

- Kris Woods

Director Barbara Albert, with Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner, Austria/Germany 2017, 97 min, German with English Subtitles FSK 6, ab 8.2.

Barbara Albert’s Licht is not only a biopic of a much overlooked cultural figure or a simple period film. It is also an examination into the what it means to be perceive and be perceived, of what it means to exist as a woman within a strict patriarchy, and of the conflict between desire and conformity.

Maria Theresia von Paradis, a contemporary of composers and musicians such as Hayden, Mozart, and Salieri, has been all but forgotten in today's context of classical music in favour of her male counterparts. Blind from the age of 5, von Paradis was a musical prodigy and became a leading figure in Vienna society during the late 18th Century. The films follows her, a young and talented pianist, during the period of late 1776 until the middle of 1777. It is during this time that she, upon insistence from her parents, undertakes treatment to restore her sight. Under the care of Franz Mesmer, a pioneer of progressive medicine and father of modern day hypnosis, von Paradis gradually recovers her sight. This restoration, however, comes with a price: as her sight improves, her talent of music deteriorates. Licht and the story of Maria von Paradis, like all good historical films, uses the past to shine a much needed light on the issues of the present.

- Kris Woods