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04.
12.

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Political Fassbinder: Filmreihe mit Gästen

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Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) bleibt auch Jahre nach seinem frühen Tod bekannt als einer der produktivsten deutschen Regisseure der Nachkriegszeit. Als junger Mensch – zu Beginn seines Schaffens war er um die 20 Jahre alt, zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal 37 –, drängte es ihn, gesellschaftliche Probleme aufzuzeigen, zu thematisieren und zu provozieren. Dabei war ihm die Form stets genauso wichtig wie der Inhalt – von seiner frühen Zeit beim Action Theater (später: antiteater) im München der 1960er Jahre bis hin zu seinen reifsten Film- und Fernsehwerken der späten 1970er und frühen 1980er Jahre.

In der Filmreihe POLITICAL FASSBINDER geht es um die Wiederbegegnung mit einem jungen, politischen Künstler. Wie setzen sich nachfolgende Generationen zu seinem filmischen Vermächtnis und der Wahl seiner künstlerischen Mittel in Beziehung?
Die insgesamt sechs Filme, darunter mehrere Klassiker, werden im Wolf Kino je zweimal gezeigt. Bei der ersten Vorführung wird jeweils ein/e Pate/in zugegen sein – junge Filmschaffende, die großteils nach Fassbinders Tod geboren wurden – um den Film aus heutiger Sicht zu betrachten und gemeinsam mit dem Publikum neu zu entdecken.

PROGRAMM

Sonntag 6.11., 18 Uhr & Sonntag 13.11., 16 Uhr
Deutschland im Herbst (BRD 1978, 123 Min)
Zu Gast: Julian Radlmaier (*1984)
In diesem hybriden Omnibus-Film versuchen Vertreter*innen der westdeutschen Film- und Kulturszene der 1970er Jahre, die komplexen Überlegungen, Gefühle und Ereignisse des „deutschen Herbsts“ von 1977 und die Beziehung zwischen Staat, RAF-Terror und Tod festzuhalten und zu untersuchen. Mit Beiträgen von Fassbinder, Alexander Kluge, Edgar Reitz, Volker Schlöndorff, Heinrich Böll, u.a.

Sonntag 13.11., 18 Uhr & Sonntag 20.11., 16 Uhr
Katzelmacher (BRD 1969, 88 Min)
Zu Gast: Ted Fendt (*1989)
In dieser Film-Adaption von Fassbinders eigenem Theaterstück aus dem Jahr 1968 hängen Jugendliche aus der Bayerischen Provinz in diversen Konstellationen ab. Ihre kleine Welt und beschränkten Fantasien werden herausgefordert, als ein Fremder auftaucht.

Sonntag 20.11., 18 Uhr & Sonntag 27.11., 16 Uhr
Angst essen Seele auf (BRD 1974, 93 Min)
Zu Gast: Burhan Qurbani (*1980)
Eine ältere deutsche Witwe und ein jüngerer marokkanischer Gastarbeiter bilden im München der 1970er Jahre ein ungewöhnliches Paar.

Sonntag 27.11., 18 Uhr & Sonntag 4.12., 15 Uhr
Faustrecht der Freiheit (BRD 1975, 123 Min)
Zu Gast am 4.12.: Toby Ashraf (*1982)
Ein junger Mann aus der Arbeiterklasse gewinnt in der Lotterie und lässt sich daraufhin mit einem Mann ein, der im sozialen Ansehen eigentlich weit über ihm steht…

Sonntag 4.12., 18 Uhr & Sonntag 11.12., 16 Uhr
Die Ehe der Maria Braun (BRD 1979, 120 Min)
Zu Gast: Susanne Heinrich (*1985)
Eine Frau überlebt Kriegsende, kämpft um ihre tragische Ehe und beteiligt sich am Wirtschaftswunder in einer BRD, die der deutschen Vergangenheit entkommen möchte.

Sonntag 11.12., 18 Uhr & Sonntag 18.12., 16 Uhr
Die dritte Generation (BRD 1979, 110 Min)
Zu Gast: Juliane Lorenz (*1957)
Eine Gruppe gelangweilter junger Leute in West-Berlin übt sich in Terrorismus, ohne zu bemerken, daß sie manipuliert wird und einem Industriellen als Mittel zum Zweck dient. Schwarze Komödie über die psychische Verfassung der dritten RAF-Generation.

Das Projekt und die Filmreihe zu POLITICAL FASSBINDER finden im Rahmen des dezentralen Filmvermittlungsprojekts „Encounter RWF“ des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main statt. Mehr Informationen zum Projekt hier.

Die Filmreihe wurde kuratiert von Brigitta Wagner.

Encounter RWF wird gefördert durch die Art Mentor Foundation Lucerne, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und die Rainer Werner Fassbinder Foundation.

Auf der solidarischen VoD-Plattform Cinemalovers bieten wir unter WOLF IN SPACE ein wechselndes Filmprogramm zum Streamen an.

Die Filme können zu moderaten Preisen einzeln geliehen oder unbegrenzt mit unserer WOLF-Mitgliedschaft gesichtet werden. Die Mitgliedschaft berechtigt zusätzlich zum ermäßigten Eintritt ins Kino und kostet 30€/Jahr.**

Zusätzlich sind wir Teil vom INDIEKINO CLUB, einem Verbund von zehn Berliner Programmkinos. Auf der gemeinsamen Plattform INDIEKINOCLUB - ebenfalls bei Cinemaloves - können Mitglieder online ausgewählte Arthouse- und Indie-Filme nach Belieben streamen. Darüber hinaus erhalten sie mit ihrer ClubCard ermäßigten Eintritt in allen teilnehmenden Kinos. Die Club-Mitgliedschaft kostet 60€ pro Jahr.