Neues vom Wolf & Filmwoche 20.4.

Lass den Sommer Nie Wieder Kommen

Liebe Wolfgänger

Gerade passiert hier so viel, dass wir es kaum in einen Newsletter packen können. Also als erstes eine Übersicht der wichtigsten Dinge: 

- TIGER GIRL & I AM NOT YOUR NEGRO & DAISIES laufen schön und laufen weiter bei uns
- Am Dienstag kommt Baby Wolfgang zurück und präsentiert LALA LAND für Eltern mit Babies unter 12 Monaten
- Morgen um 18:00h ist die VERNISSAGE von Josephine Decker's virtual reality Film im Wolf Studio (s.u. für die Einladung)
- Danach könnt ihr morgen Nicolette Krebitz kennen lernen, die ihren Film WILD (mit wildem Wolf, s. Foto oben) im Rahmen vom Lola Festival zeigt. Viele weitere Filme und tolle Gäste folgen
- Sonntag ist unser großer Achtung Berlin Tag. Tom Lass macht ein Werkstattgespräch, wir zeigen einen 3 stündigen, pixelierten knaller Film und dann kommt Caroline Kirberg mit hochkalibrigen Musikern und macht die Weltpremiere ihres Films Fast Weltweit plus Konzert und Lesung im Studio..
 
Uff, los also, ihr könnt die nächste Tage hier übernachten :)

Awooooo

Kinowoche 20. - 26. April

TIGER GIRL OmEnU, täglich 12:10h, 14:00h ausser Sa & So, 18:10h ausser So, um 20:20h nur am Mo, Di, Mi, tägl. 22:20h

I AM NOT YOUR NEGRO OmU, tägl. 12:00h, 14:00h ausser Sa, tägl.16:00h, 18:00h (ausser Samstag), 20:20h nur am Do, Fr, Sa, So, tägl. 22:30h

DAISIES OmEnU, 16:20h ausser Fr

*Di 25. April um 10:30h Baby Wolfgang zeigt La La Land  (Kino für Eltern mit bis zu 12 Monate alten Babies)


Lola und der Wolf

Mi 19. April um 20:00h TSCHICK mit Produzent Marco Mehlitz und Drehbuchautor Lars Hubrich

Do 20. April um 20:00h WILD mit Regisseurin Nicolette Krebitz 

Fr 21. April um 16:00h I, DANIEL BLAKE 

& um 20:00h DIE BLUMEN VON GESTERN mit Gioia Raspé (Kostüm), Katrin Lemme, Chris Kraus (Regie)

Sa 22. April um 14:00h AUF AUGENHÖHE mit Regie-Duo Eva Goldbrauner und Joachim Dollhopf 

& um 18:20h TONI ERDMANN mit Heike Parplies (Schnitt) 

So 23. April um 14:00h TIM THALER 

Mo 24. April um 20h WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS mit Regisseur Simon Verhoeven 

Di 25. April um 20h CAHIER AFRICAIN 

MI 26. April um 20h NO LAND’S SONG mit Produzent Gunter Hanfgarn 


Achtung Berlin - the new film award

So 23. April 

um 16:30h German Improfilme im Flow - Werkstattgespräch mit Tom Lass 

um 18:00h LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN mit Regisseur Alexandre Koberidze

um 19:00h FAST WELTWEIT. Film, Musik, Texte von und mit Caroline Kirberg, Michael Girke, Bernadette La Hengst, Achim Knorr, Frank Spilker, Frank Werner

Wolf Edition 1: Vernissage 20. April um 18:00h

Uraufführung von „THE NOTHING IS COMING“
 
Ein 360° Virtual-Reality-Film von und mit Josephine Decker

11 min, 2017
 
Foto: Mayra Wallraff
 
Vernissage Do, 20. April 2017, 18:00 Uhr
 
Wolf Studio, Wildenbruchstrasse 6, 12045 Berlin
 
Ausstellungstage und Zeiten: 21. - 30. April 2017, 12:00 – 18:00 Uhr, außer Sonntag 23.4., 12:00 – 16:00 Uhr, Eintritt frei
 
The Nothing is coming,
its coming is drumming,
It’s strumming and humming
 
Inside of my tumming.
And if we ignore all this
Huffing and rushing,
We might not be ready
When nothing starts gushing!
Its icing is creaming,
My insides start screaming,
What nothing is streaming
Down south with such teeming!!??

If nothing is made of
Some somethings minusing,
Then what is minusing
Its mine mine; my NOTHING!

In „The Nothing is coming“ setzt sich Josephine Decker auf spielerische Art und Weise mit der Frage auseinander was passiert, wenn Kinder im frühen Alter von 7 Jahren - so besagt eine Statistik - mit pornographischen Bildern in Berührung kommen. Dabei bricht die vorzeitige Erfahrung von Sexualität in das kindliche Bewusstsein ein und bewirkt ein Gefühl von Entfremdung, das die Filmemacherin in surreal anmutenden Bewegungschoreographien verbildlicht, die bedrohliches Unbehagen hervorrufen. Sie (die Kamera) nimmt hier die Perspektive des Kindes ein. Unterstützt durch die immersive Wirkung von VR wird der kindliche Blick überwältigt. Das darauf folgende heitere Zusammenspiel von Tanz und Musik versuchen eine Aneignung des unverständlichen „Nichts“ („The Nothing is coming“) auszulösen. Das „Nichts“ steht hier als Metapher für sexuelles Begehren.  Der dazu gespielte „Number 7 Song“, der sich humoristisch auf die besagte statistische Erhebung bezieht, vollführt durch seinen naiv-aufklärerischen Text eine altersgerechte Umschreibung des sexuellen Aktes. Die im ironisch-aufklärerischen Stil einer Muppet Show gehaltene Arbeit sucht nach einer Enttraumatisierung des kindlichen Blickesdurch die abstrakte Übersetzung des sexuellen Aktes in Tanz, Musik und Poesie.
 
Wolf Edition 1 – Kino der Zukunft
 
„THE NOTHING IS COMING“ ist die erste von Wolf produzierte Arbeit im Rahmen der Wolf Edition 1. Während ihrer ereignisreichen Residenz im Wolf hat die umtriebige Allround-Künstlerin Josephine Decker einen Schauspielworkshop gegeben, ihre filmischen Arbeiten präsentiert und in kürzester Zeit einen Virtual Reality Film („The Nothing is coming“) hergestellt, der seine Uraufführung mit dieser Ausstellung findet. Die Arbeit ist in enger Zusammenarbeit mit der Choreographin Nicola Bullock entstanden.
 
Eine Wolf Produktion
Koproduziert von INVR.SPACE GmbH
 
Unterstützt von der Senatskanzlei - Kultureller Angelegenheiten, Spartenübergeifende Förderung künstlerischer und kultureller Projekte
 
Regie: Josephine Decker
Choreographie: Nicola Bullock
Darsteller: Nicola Bullock, Nina Berclaz, Mayra Wallraff, Matthew Levy, Roderick George, Agne Auzelyte, Amelia Emma Forrest, Jean-Daniel Berclaz, Reza Mirabi, Josephine Decker
Bildgestaltung: Jorge Piquer Rodriguez
Kostümbild: Nina Berclaz, Harriet Knowles
Ton: Jan Andres, Jens Hallmann
Produktionsleitung: Julieta Zarankin, Abdul Twebti
Produzent: Marcin Malaszczak
Ko-Produzent: Sönke Kirchhof
 
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern vor und hinter der Kamera. Ein besonderer Dank geht an unseren Koproduzenten INVR für ihre großzügige technische Unterstützung und auch an die Senatskanzlei - Kultureller Angelegenheiten, Spartenübergeifende Förderung künstlerischer und kultureller Projekte für die Förderung der Edition 1.
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Achtung Berlin - the new berlin film award 

23.April 16:30h

German Improfilme im Flow – Werkstattgespräch with Tom Lass

Was ist Improvisation – und wenn ja, warum? Diesen und ähnlichen Fragen möchten wir gemeinsam mit Tom Lass anhand einiger Filmausschnitte und einer offenen Diskussion nachgehen. Dabei beleuchten wir die Ursprünge des Geschichtenerzählens vor ca. 100.000 Jahren und die Ursprünge des Beleuchtens vor ca. 100 Jahren im Kontext des filmischen Erzählens. Welche Veränderungen bringt das digitale Produzieren mit sich? Woher kommen Ideen, was ist zwanghafte Originalität? Inwiefern sind Kreativität, Technik und Logistik untrennbar verknüpft und welche Möglichkeiten bietet eine improvisative Herangehensweise? Wie finanziert man einen Improfilm? Wie plant man das Unvorhersehbare? Was ist Available Writing? Was sollte zuerst kommen: Fiktion oder Realität? Wie kann man Fiktion möglichst authentisch einfangen und welche Parallelen gibt es zum Dokumentarfilm?

Achtung Berlin präsentiert:

LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN
Regie: Alexandre Koberidze. Deutschland, 2017. 202 Minuten. Georgisch mit englischen Untertiteln

Ein junger Mann zieht aus der georgischen Provinz nach Tiflis, um dort Tänzer zu werden. Dort angekommen, nimmt er an illegalen Faustkämpfen teil und schläft mit Männern, um Geld zu verdienen – bis er sich in einen Mann verliebt, der später in den Krieg ziehen wird. Lass den Sommer nie wieder kommen ist eine abenteuerliche Reise durch einen aufgepixelten, fast impressionistisch anmutenden Großstadtjungel, untermalt von diffusen Original- tönen, urbanen Geräuschkulissen und Orchestermusik. Ein Film, der beobachtet, wie ein stiller, aber aufmerksamer Betrachter, der die Ereignisse nahezu ungefiltert aufsaugt. Ein Kinoereignis der besonderen Art.

Weltpremiere von FAST WELT WEIT. Film, Musik & Text

Buch & Regie Caroline Kirberg. Deutschland 2016. 23 Minuten. Deutsche mit englischen Untertiteln.

BRD, Ostwestfalen-Lippe, 1980er Jahre. In der westdeutschen Kleinstadt Bad Salzuflen träumten fünf Teenager davon, Popstars zu werden. In einer Garage am Waldrand bauten sie ein Tonstudio auf und gründeten das Musiklabel Fast Weltweit. Sie produzierten Schallplatten, Sampler, viele Kassetten, Cover, Flyer, Poster und Videos. Es folgten überregionale Auftritte und Tourneen.Dreißig Jahre später trifft der Film FAST WELT WEIT Michael Girke, Bernadette Hengst, Achim Knorr, Frank Spilker und Frank Werner beim Osterfeuer auf einem heimatlichen Bauernhof wieder und fragt, was aus ihren Teenager-Träumen geworden ist.

 An einem eigens für achtung berlin – new berlin film award konzipierten Abend bringt Filmemacherin Caroline Kirberg die Akteure des legendären Bad Salzufler Kassettenlabels Fast Weltweit in Berlin zusammen. Autor und Filmwissenschaftler Michael Girke (ehem. Jetzt!) führt nach dem Film das Gespräch mit der Regisseurin. Der frühere Studiobesitzer und Tonmeister Frank Werner liest aus seiner Diplomarbeit zum Thema »Popmusik und Liebe«. Comedian Achim Knorr (ehem. Der Fremde) gibt seine musikalischen Miniaturen zum Besten. Frank Spilker, Autor und Kopf der Band Die Sterne, liest aus seinem Roman »Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen« und spielt Interpretationen ausgewählter SterneStücke. Und Bernadette La Hengsts Konzert schließt den Abend ab: zwischen Teenager-Träumen in der Provinz und Realitäten in Großstädten.

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Alles zu den Lola im Wolf Filmen HIER 

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Baby Wolfgang präsentiert: LA LA LAND  (OmU) für alle Eltern mit Babies, die etwas Kinoprogramm nachholen wollen. Das Licht ist gedimmt, der Ton nicht ganz laut, die Untertitel an. 

Demnächst im Wolf
Ab 27. April
DER TRAUMHAFTE WEG

Der neue Film von Angela Schanelec (Orly, Marseille, Mein langsames Leben)
Der traumhafte Weg ist schmerzvoll und wunderschön. (...) Ein Film darüber wie man Zeit verliert, nicht auf der Suche nach verlorener Zeit, sondern mitten darin. Patrick Holzapfel, Jugend ohne Film

4.  - 10. Mai
Film Polska

Das größte polnische Filmfestival im Ausland besucht uns mit einer Avant-Garde Filmreihe & ihren Wettbewerbs Filmen

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Maia Santos